Hotel Bad Schachen



Es stimmt, auch Häuser - und besonders Hotels - haben ein Schicksal, ein Eigenleben, eine Seele und somit auch eine Geschichte. Oftmals ist die Geschichte des Hotels auch eng verknüpft mit den Menschen die es prägten.
Genauso erschließt sich das Geheimnis von Bad Schachen aus der Chronik der Familie Schielin. Sieben Generationen haben es geschafft, aus dem kleinen Schwefelbad von 1752 das beliebte Hotel Bad Schachen am Ufer des Bodensees zu machen.

Joh. Georg Schielin zu Degelstein ersteigerte 1752 für 600 Gulden das Bad  zu Schachen bestehend aus der Eisen-Schwefelquelle, dem Brunnenhaus, der Badehütte und dem von Obstbäumen umgebenen Wohnhaus des Bademeister. 

Der Kauf sollte die Zukunft der Familie sichern, aber es wurden harte und schwere Jahre für Gerog Schielin.  Daran war auch die mächtige Reichsstadt Lindau nicht ganz unschuldig. Erst nach langem Hin und Her wurde ihm die Gastwirtskonzession "das gewohnliche Tafernrecht zum weißen Schwan"  erteilt. Die Kraft zum Durchhalten gaben ihm seine Frau Anna und sein Sohn Johannes, der dann 1781, mit nur 23 Jahren und dem Mut der Jugend, den Besitz übernahm. Er trotzte nicht nur den natürlichen Widrigkeiten, wie Unwettern und Mißernten, sondern auch den Heeren Napoleons, der Neuordnung der Staaten u.v.m. Johannes erweiterte, vergrößerte und verschönerte das Bad zu Schachen und hatte - als zusätzliche Erwerbsquelle - ein Schifffahrtsrecht auf dem Bodensee erworben. Damit hinterließ er 1829 seiner Frau Katharina und seinen zahlreichen Kindern ein stattliches Erbe.

Als rastloser "Mehrer des Besitzes" wurde Johann Schielin bezeichnet, der von 1829 bis 1864 viel zur baulichen Gestaltung von Bad Schachen beitrug. So entstanden ein großer Saal und mehrere bereits möblierte Zimmer (damals etwas besonderes, denn bei den Kurgästen war es üblich, sich Stuhl, Tisch und Bett selber mit zu bringen).  Er erkannte die vorteilhafte landschaftliche Lage von Bad Schachen und ließ einen weiteren Bau mit breiter Seefront und großem Balkon errichten.
Auch der Bau der Bahnlinie München-Lindau kam seinem Bestreben entgegen.  Mit Weitblick schickte er seinen Sohn zur Ausbildung in namhafte Hotels und konnte sich so 1864 beruhigt aufs Altenteil zurückziehen. Die Leitung des Betriebes übernahm der nächste Johannes Schielin. 

Er wäre kein Schielin gewesen, wenn er nicht umgehend mit dem Bauen begonnen hätte. Das "traulich stille Bad" wurde flankiert von zwei zweistöckigen Häusern mit 36 Zimmern. Den Wünschen seiner jüngeren Gäste entsprechend, baute er eine neue Badeanstalt in den See.
Durch einen Pferdeomnibus wurde die Anbindung an Lindau verbessert, es entstand eine Postexpedition und 1892 läutete bereits das 1. Telefon in Bad Schachen. Johannes Schielin erfüllte sich außerdem einen Traum und errichtete ein weiteres großes Hotelgebäude mit zusätzlichen 42 Zimmern. Somit konnte er 1898 seinem Sohn Robert einen großen gut fundierten Betrieb, der Unterkunft für 100 Gästet bot, übergeben.

Robert Schielin, der bereits viele namhafte Hotels in Frankreich, Italien und der Schweiz kennengelernt hatte, startet sein Wirken nicht gleich mit Neubauten sondern mit einer vollständigen Neuorganisation. Er ringt sich jedoch bald dazu durch. ein modernes und repräsentatives Schachen aus dem Boden zu stampfen. Wärend eines Winters läßt er die meisten alten Gebäude abreißen. Es entseht der fünfstöckige Hotelbau mit dem charakteristischen Turm. Der Park mit den exotischen Baumriesen, der Tennisplatz und die Seepromenade bilden das passende Ambiente. Nach dem 1. Weltkrieg kommen elegante Gesellschaftsräume und das Strandbad dazu.

Die Nachfolger, Robert Schielin jun. und sein Schwager Carl Weber übernahmen Anfang der dreißiger Jahre ein in ganz Deutschland bekanntes Hotel. Auch sie ruhten sich nicht aus, sondern starteten einen Anbau. Der 2. Weltkrieg jedoch machte erst mal alle Pläne zu nichte. Am Nordufer des Bodensees gingen die Lichter aus. Beide Männer rückten ins Feld, das Hotel wurde Luftwaffen-erholungsheim und später Ferienhaus für franzöische Besatzungsfamilien. Doch Robert Schielin und Carl Weber wagten bereits 1949 einen Neubeginn. Der gute Ruf des Hauses hatte die Jahre überdauert.  In den Jahren des deutschen Wirtschaftswunder wurde in Bad Schachen wieder gebaut. Es wurde renoviert, erneuert und umgebaut.

Neben dem großen beheizten Freischwimmbad entstand auch ein Hallenbad und damit waren die Grundsteine für den im April 2008 eröffneten geschmackvoll gestalteten Wellnessbereich "Schachen Bad & Spa" im Zeichen des Schwans gelegt.
Waren es früher die Männer der Familie Schielin, die die Geschicke von Bad Schachen lenkten, so ist es heute eine starke Frau
Isolde Schielin - echt Frauenpower!

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