Der Kauf sollte die Zukunft der Familie sichern, aber es wurden harte und schwere Jahre für Gerog Schielin. Daran war auch die mächtige Reichsstadt Lindau nicht ganz unschuldig. Erst nach langem Hin und Her wurde ihm die Gastwirtskonzession "das gewohnliche Tafernrecht zum weißen Schwan" erteilt. Die Kraft zum Durchhalten gaben ihm seine Frau Anna und sein Sohn Johannes, der dann 1781, mit nur 23 Jahren und dem Mut der Jugend, den Besitz übernahm. Er trotzte nicht nur den natürlichen Widrigkeiten, wie Unwettern und Mißernten, sondern auch den Heeren Napoleons, der Neuordnung der Staaten u.v.m. Johannes erweiterte, vergrößerte und verschönerte das Bad zu Schachen und hatte - als zusätzliche Erwerbsquelle - ein Schifffahrtsrecht auf dem Bodensee erworben. Damit hinterließ er 1829 seiner Frau Katharina und seinen zahlreichen Kindern ein stattliches Erbe.
Als rastloser "Mehrer des Besitzes" wurde Johann Schielin bezeichnet, der von 1829 bis 1864 viel zur baulichen Gestaltung von Bad Schachen beitrug. So entstanden ein großer Saal und mehrere bereits möblierte Zimmer (damals etwas besonderes, denn bei den Kurgästen war es üblich, sich Stuhl, Tisch und Bett selber mit zu bringen). Er erkannte die vorteilhafte landschaftliche Lage von Bad Schachen und ließ einen weiteren Bau mit breiter Seefront und großem Balkon errichten.
Auch der Bau der Bahnlinie München-Lindau kam seinem Bestreben entgegen. Mit Weitblick schickte er seinen Sohn zur Ausbildung in namhafte Hotels und konnte sich so 1864 beruhigt aufs Altenteil zurückziehen. Die Leitung des Betriebes übernahm der nächste Johannes Schielin.