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Wellness für den Magen: Lecker-leichter Grill-Genuss

Geschrieben von Claudia am 14. Mai 2010
Abgelegt unter: Allgemein

Der Sommer naht. Die Sonne lacht demnächst wieder öfter. Die Tage werden länger und wärmer. Im Lebensmittel-Handel häufen sich die Angebote rund um das Thema Grill-Saison. Wem läuft da nicht beim Gedanken an knisternde Grillkohle und bruzzelnde Köstlichkeiten unter freiem Himmel das Wasser im Mund zusammen? So ein Grill-Abend kann durchaus zu einem Wellness-Ritual für Nase, Augen und Magen werden.

Die Herausforderung lautet, ein leckeres und gleichzeitig leichtes Grillvergnügen zu planen. Beim Grill-Gut ist das noch relativ einfach: Naturbelassene Fisch-  oder Putenbrust-Filets sowie Geflügel- oder Scampi-Spieße sind ein Figur-freundlicher Ersatz für Grillwürstchen und Schweinenackensteaks. Auf fettige Marinaden kann man beim Selbst-Würzen auch gut verzichten. Die eigentliche Herausforderung heißt also: Was gibt es dazu?

Klassische deutsche Grill-Beilagen wie Feinkost-Salate mit Mayonnaise-Dressing, Kräuterbutter und fettige bzw. Zucker-haltige Grillsoßen sind zwar lecker - aber werfen wir auf der Suche nach leichten und gesunden Alternativen doch einfach mal einen Blick über die Landesgrenze, vor allem in Richtung Mittelmeer.

Unsere italienischen Nachbarn servieren gegrilltes Gemüse. Hierfür werden Paprika, Auberginen und Zucchini in dicke Scheiben geschnitten, leicht mit einem guten Olivenöl eingepinselt, gesalzen und gepfeffert. Kartoffeln lassen sich ebenfalls sehr gut grillen: Waschen Sie mittelgroße Kartoffeln gründlich und wickeln Sie sie vor dem Grillen in Alufolie. Wer sich für Bio-Ware entscheidet, kann die vitaminreiche Schale mit essen. 

Dazu passt hervorragend ein griechischer Zaziki. Die Zubereitung ist einfach: Naturjoghurt wird mit fein gestiftelten Salatgurken, gehacktem Knoblauch, Salz und Pfeffer verrührt. Zaziki lässt sich gut vorbereiten – und je länger er durchziehen kann, desto intensiver wird das Knoblauch-Aroma.

Nicht-Knoblauch-Fans servieren stattdessen einen Kräuterquark, der mit Magerquark, Naturjoghurt, Salz, Pfeffer und viel frischen, gehackten Kräutern (wie Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Majoran oder Thymian) sowie klein gewürfelten Zwiebeln oder Schalotten zubereitet wird.  Tipp: Erst Quark und Joghurt glatt rühren, dann die restlichen Zutaten untermischen. Auf Wunsch gibt etwas Chili oder Rosenpaprika dem Quark eine feurige Note.

Wer gerne eine Auswahl an Grillsaucen hat, aber ein Zuviel an Mayonnaise vermeiden will, macht sie schlichtweg selbst - und stellt noch den guten alten Senf mit dazu.  Aus Tomatenpüree, frischen Tomaten, roten Paprikaschoten, Zwiebeln, Essig oder Zitronensaft sowie etwas Salz, Pfeffer und Süßstoff lässt sich beispielsweise ein Ketchup-Ersatz zubereiten: Gemüse schälen und würfeln, alles ab in den Topf, lange köcheln lassen, abschmecken und gegebenenfalls pürieren.

Beim Grillspaß dürfen auch die Vitamine nicht zu kurz kommen - Rohkost-Salate mit einem leichten Joghurt-Dressing und frischen Kräutern gehören einfach auf den Grill-Tisch. Damit das Auge ebenfalls Freude am Mit-Essen hat, darf es richtig bunt werden: Möhren und Rettich mit Petersilie, Tomaten mit Schalotten und Basilikum, Gurken mit Dill, sowie Blattsalate mit Radieschen-Scheiben und frischen Blüten - Gänseblümchen, Veilchen, Gundelrebe oder Kapuzinerkresse geben dem Salat eine nussige Note und sehen toll aus. Wellness also für Augen und Magen.

Ein Korb mit italienischem Ciabatta-Brot oder französischem Vollkorn-Baguette ergänzt die bunte Grill-Tafel. Dazu kommt noch ein großer Krug Wasser mit Eis und Zitronenscheiben, und natürlich Mineralwasser. Wer mag, gönnt sich ein gutes Gläschen trockenen Wein.

Übrigens lassen sich Dessert und Tischdekoration wunderbar kombinieren: Stellen Sie ein großes Windlicht in die Mitte des Tisches und umlegen Sie es mit einem Kranz aus frischem Obst, der gerne komplett aufgegessen werden darf. Probieren Sie es aus - guten Appetit!

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Wellness geht auch durch den Magen …

Geschrieben von Claudia am 01. April 2010
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Zitronenmelisse

Zitronenmelisse

… und das ganz besonders an Ostern: Denn nun hat die Fastenzeit ein Ende, und es darf wieder ganz offiziell und ohne schlechtes Gewissen geschlemmt werden!

Ostern hat daher auch seine Schlemmer-Traditionen. Auch für den heutigen Tag:

“Gründonnerstag kommt von lateinisch “dies viridium”; “Grünes” Essen ist nach altem Brauch am heutigen Tage - meist mit neunerlei Kräutern üblich (man kennt den Ausruf: “Ach du grüne Neune”). Die Suppen aus siebenerlei, neunerlei oder gar zwölferlei Kräutern sollten Gesundheit für das ganze Jahr bringen. In Österreich werden auf den Wochenmärkten folgende Zutaten für die “Neun-Kräuter-Suppe” oder “Gründonnerstagssuppe” angeboten: Schafgarbe, Gundermann, Löwenzahn, Brennessel, Sauerampfer, Spitzwegerich, Veilchenblüten, Huflattichknospen und Gänseblümchenrosetten; aber Borretsch, Kerbel, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch,  Zitronenmelisse kommen auch in Frage.

Der Gründonnerstagskohl wurde aus Nesseln und grünem Kohl gekocht. Im Schwarzwald wurden Pfannkuchen mit Schnittlauch gebacken, im Elsass Brennesselküchlein.  In Sachsen gab es einen Salat aus grünen Rüben, in Hessen Gemüse aus neunerlei Grün, in Bern backte man Krautkuchen, und in Schwaben kamen am Gründonnerstag “Laubfrösche und Maultaschen”, eine Gemüsevariante der  italienischen Ravioli, auf den Tisch. In Nordwestdeutschland nimmt man u. a. auch den Giersch für die “Grüne Suppe”. Gründonnerstagskringel wurden überall in Ostpreußen gebacken. Es gab sie als kleine Kringel und als Exemplare von ein paar Pfunden. Sie wurden knusprig braun gebacken, mit viel gerösteten Mandeln und Zitronat bestreut oder mit Marzipan gefüllt. Kerbelsuppe steht nach süddeutschem Brauch heute auf der Speisekarte.

Die traditionsreichste Speise an diesem Tag ist die Frankfurter Sosse mit Pellkartoffeln; im hessischen Raum gibt es sie sogar als Fertigpackung zu kaufen. Klassische Zutaten für die  Frankfurter Sosse (”Grie Soß” auf hessisch) sind: Sauerampfer, Borretsch, Kerbel, Petersilie, Pimpinelle, Schnittlauch, Kresse, Estragon und Zitronenmelisse. 
Es ist überliefert, dass Johann Wolfgang von Goethe an diesem Tag seine grüne Soße verlangte, und Alexander von Humboldt verfasste eine genaue Anweisung für die königliche Hofküche in Potsdam, welche Kräuter für die an diesem Tag zu servierende Kräutersosse aus der Hofgärtnerei geliefert werden mussten. 
Wenn Ostern später ist, dürfte es gar kein Problem sein, die Zutaten verfügbar zu haben; im März ist es aber nicht ganz einfach, das Gemüse aus dem eigenen Garten zu holen. Deshalb wurde Wildgemüse gesammelt.

Rezept Frankfurter Grüne Sosse:
Zu gleichen Teilen Joghurt, saure Sahne und Creme fraiche miteinander verrühren, zwei  Eigelb unterziehen, 2 Knoblauchzehen ausgedrückt hinzufügen und mit einigen Spritzern Zitronensaft, Senf,
weissem Pfeffer und Salz abschmecken. 2 harte Eier feinhacken, Kräuter (mindestens die berühmten “7″: Borretsch, Kerbel, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch,  Zitronenmelisse, aber auch  Schafgarbe, Gundermann, Löwenzahn, Brennessel,, Spitzwegerich, Veilchenblüten, Huflattichknospen und Gänseblümchenrosetten kommen in Frage) und Zwiebeln feinhacken.
2 Gewürzgurken  feinwürfeln und hinzufügen.
Schmeckt gut mit Salzkartoffeln.

Quelle: garten-literatur.de

Weitere leckere Rezepte und Schlemmerein - nicht nur für Ostern - gibt es übrigens hier. Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen!

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3 Kommentare. Mitreden!
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