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Verhängnissvolle Affäre im Wellnesshotel

Geschrieben von Annette am 06. November 2008
Abgelegt unter: Allgemein

Manchmal waren sie harmlos, die sogenannten “Kurschatten” damals in Baden-Baden, Bad Pyrmont, Marienbad, Karlsbad, Vichy oder wo auch immer. Sie waren Begleitung - wie Schatten eben - für ständig gleiche Tagesabläufe. Sie hatten meist auch nur eine kurze Haltbarkeitsdauer von 3 bis 4 Wochen - bis zum Ende der verordneten Kur eben. Ein “Kurschatten” konnte - und kann wahrscheinlich auch Heute noch - verführen (nicht nur ein weiblicher!), bei langen Gesprächen Horizonte erweitern, er kann Träume, Hoffnungen und romantische Gefühle wecken, “Schmetterlinge-im-Bauch” und wohlig kribbelnde Spannung verursachen. Er konnte und kann aber auch Herzen weinen lassen, Ehetragödien heraufbeschwören, zerstörend wirken und vielleicht vereinzelt aus seinem Schattendasein ans Licht treten, um so Träume und Hoffnungen wahr werden zu lassen.
Aus dem klassischen “Kurschatten” wird heute der “Wellness-Schatten” mit einer noch kürzeren Verfallfrist von nur 2 bis 4 Tagen - wer kann sich einen 4wöchigen Wellness-Urlaub schon leisten. Auch die “Schatten-Art” und seine erlebte Qualität ändert sich - schnell und intensiv wird gelebt, für romantische Gefühle, Horizont-Erweiterung etc. bleibt fast keine Zeit.

Und liest man dann heute, in großen Buchstaben auf den Titelseiten der Boulevard-Blätter, von Affären im Wellness-Hotel, von Gigolos, die mit gekonnt und berechnend eingesetztem Charme ihre - zum Schein -Angebetete umgarnen, um anschließend aus dem kurzen “Techtel-Mechtels” einen möglichst hohen finanziellen Profit zu erpressen….
Dann, ja dann wünscht man sich doch wirklich den klassischen “Kurschatten” von früher zurück - oder?

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Ein Wochenende als Earl

Geschrieben von Annette am 21. Oktober 2008
Abgelegt unter: Ein mal Gewinner sein

Guido Rohrer vor seinem Wochenend-Gewinn

Guido Rohrer vor seinem Wochenend-Gewinn

Schon die Anfahrt vermittelt uns das erhebende Gefühl, auf etwas Besonderes loszusteuern: Die Mautstrasse als „Privatweg“. Dann die Einfahrt ins Gelände: „Entree zum Herrenhaus“, Blick auf historische Mauer und Zinnen. Der Empfang: Fürstlich und zuvorkommend, man fällt sofort in eine andere Welt. Kaminfeuer überall, der heimelige Geruch nach Holz und Rauch, erst später fällt der Blick überrascht auf moderne, aber unauffällige Anbauten, die Großzügigkeit und Komfort bei Zimmern und im Wellnessbereich versprechen. Was auch gehalten wird.

Der Blick vom Zimmer fällt auf das unten liegende Spa, der in Dampfschwaden gehüllt vor uns liegt.
Dort die Überraschung: Du liegst in der Sauna mit einem Panoramablick auf die Garmischer Bergwelt, man muss sich losreißen, bevor einen der Hitzschlag ereilt. Raum und Komfort überall, auch im Spa-Bereich das angenehme Holzfeuer und Liegeplätze – mal wirklich ausreichend. Über das zauberhafte Tete-à-tete in der Spa-Suite mit Champagner und Rosmarin-Bad wird nicht weiter berichtet.

Das Kranzbach servierte uns nicht nur ein umwerfendes Frühstücksbuffet, das wirklich keine Wünsche offen ließ, sondern des abends auch ein Gourmet-Menü der Extraklasse. Über das Angebot an Weinen konnte man sich schon „im Schaufenster“ informieren, wer mittags die ausgestellten Flaschen studiert, kann es kaum erwarten, bis es Abend wird.

Und als besondere Dreingabe war – nicht nur für uns – ein Traumwetter bestellt, Sonnenschein und blauer Himmel, trotzdem eine Schneedecke, die wir in der Stadt schon lange nicht mehr gesehen haben. Da waren zwei ausgedehnte Winterspaziergänge - trotz allen andern Verlockungen - ein Muss.

Bei der Abfahrt haben wir noch lange zurückgeblickt, bis wir auf der Autobahn ernüchtert merkten - der Traum ist vorbei, wir sind wieder bürgerlich. Auf Wiedersehn “DAS KRANZBACH“.

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