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Lindner im Gespräch…

Geschrieben von Annette am 10. April 2011
Abgelegt unter: Allgemein, Besondere Wellnesshotels EU, Lindner im Gespräch...

…im Lindner Hotel & Sporting Club Wiesensee mit der jungen Jessica Ackermann aus der Reservierung, die gekonnt, freundlich und selbstsicher unsere zwölf Interview-Fragen beantwortete.

1. Was für einen Berufswunsch hatten Sie als Kind?
Tierärztin! Ich hatte als Kind einen Hund, eine Katze - und daraus hatte sich das entwickelt. Aber ich denke, viele Mädchen möchten Tierärztin werden.
2. Wie entwickelte bzw. veränderte sich der Berufswunsch im Laufe der Jahre?
Meine Eltern haben ein Hotel und mit der Zeit ist das Interesse an der Hotelbranche gewachsen, da ich immer mit dabei war, ob an der Bar, im Service oder an der Rezeption. Es ist spannend, mit Menschen / Gästen zu „arbeiten“. Stammgäste sind dabei ebenso „spannend“ wie neue Gäste, die man noch nie gesehen hat.
3. Und wie haben Sie Ihren Berufswunsch realisiert?
Es stand für mich fest, dass ich eine klassische Ausbildung im Hotelfach absolvieren wollte. Der Wiesensee* verbindet den professionellen Anspruch einer Hotelgruppe mit einer sehr persönlichen Atmosphäre. Das war für mich und meinen Ausbildungswunsch sehr wichtig, da ich mit einem recht familiären Umgang mit Gästen groß geworden bin - und das auch zu schätzen weiß. Eine Hotelgruppe, die zwar hoch professionell ist, aber den Gast nicht wirklich ins Herz schließt, wäre für mich als Ausbildungsort nicht möglich gewesen.
(*redaktionelle Anmerkung: das Lindner Hotel & Sporting Club Wiesensee wird „intern“ nur „der Wiesensee“ genannt.)
4. Wie kamen Sie zu Ihrem heutigen Arbeitsplatz?
Ganz einfach: ich bin geblieben!
5. Was lieben Sie besonders an Ihrer aktuellen Arbeit?
Es gibt ja hunderte Menschen, die bei uns anrufen – und mein Job ist es, herauszufinden, was sie eigentlich möchten. Durch behutsames Nachfragen bekomme ich ziemlich genau heraus, wo mein Gast gerade ist, wo ich ihn „abholen“ kann und was ihm jetzt gut tun würde. Und dann stelle ich genau „seinen“ Aufenthalt und „sein“ Programm zusammen.
6. Haben Sie ein Vorbild - allgemein und/oder beruflich?
Meine Mutter: sie hat aus einem kleinen Gasthof ein 4-Sterne Hotel „gezaubert“. Und das bewundere ich!
7. Geben Sie uns einen kleinen Einblick in Ihre Tätigkeit (Ablauf)?
Annahme der Anfragen, Ausarbeitung von Angeboten (in der Regel per Mail oder direkt am Telefon). Bestätigung von Reservierungen, Buchung von Wellnessanwendungen oder Golfstunden oder Startzeiten auf dem Golfplatz. Dabei muss ich genau heraushören und erfragen, was meinem Gast gut tun würde.
Täglich wird am Abend dann die so genannte „Forecast“ erstellt, die uns genau zeigt, welche Reservierungen und Umsätze wir in den nächsten drei Monaten zu erwarten haben. Und ich sehe daraus, was ich heute „geschafft“ habe.

8. Welches ist Ihr persönlicher Lieblingsplatz im Hotel? Haben Sie ein Foto?
Da habe ich einen richtigen Film im Kopf: ich war während meiner Ausbildung einen Tag mit einer Kollegin im Tagungsraum „Wiesensee“ und habe ihn für die nächste Tagung vorbereitet. Wir standen kurz auf der Terrasse des Raumes und blickten über den zugefrorenen See – und in dem Moment begann es zu schneien und alle Bäume bekamen einen weißen Puderzuckerguss – wunderschön! In dem Moment dachte ich nur „was für ein schönes Fleckchen Erde – und ich bin hier!“.
9. Welche lustige Anekdote aus Ihrem Berufs-Alltag können Sie uns erzählen?
Einen Tag vor Silvester rief eine Dame an, mit sehr vielen Sonderwünschen: das beste Zimmer, mit Balkon und mit Seeblick sollte es sein. Aber: getrennt von Ihrem Mann sollte es auch sein. Außerdem wollte sie von mir wissen, ob ich persönlich das Zimmer denn auch schön fände. Nachdem ich sie überzeugen konnte (klar, weil ich die Zimmer wirklich schön finde!) war sie Silvester tatsächlich da – und dann kam sie gar nicht zur Feier sondern hielt sich die ganze Zeit in ihrem Zimmer auf … ob sie überhaupt realisierte, was sie da verpasst hat? So eine schöne Feier – und sie war in ihrem Zimmer, wie schade!
10. Über was können Sie sich in Ihrem Berufsalltag so richtig ärgern?
Dass die Kultur des „Zuhören“ nachlässt. Ein Beispiel: wir senden einem Gast immer eine detaillierte Anfahrtsbeschreibung zu. Und dann ruft der Gast an und weiß nicht, wie er uns finden soll. Oder wir senden ihm eine genaue Bestätigung seiner Reservierung, mit allen Details – und der Gast fragt, wann er einchecken darf. Lesen hilft ja manchmal schon ….
11. Und über was haben Sie sich in letzter Zeit „totgelacht“?
Ein Gast rief wegen eines Wochenendaufenthaltes an. Genau zu dem Zeitpunkt hatten wir ein besonders tolles Arrangement im Angebot, mit einem sehr schönen Gourmet-Menü. Der Gast hat sich den Preis nennen lassen – und dann doch lediglich Übernachtung und Frühstück gebucht. Zunächst! Als er die Bestätigung vorliegen hatte nahm er wohl nochmals unser erstes Angebot zur Hand und stellte dabei fest, dass das ja „eigentlich ein ganz tolles Angebot“ war, dass ich ihm gemacht hatte. Es dauerte keine 10 Minuten und er war wieder in der Leitung, bedankte sich sehr nett - und buchte dann doch noch unser besonderes Gourmet-Angebot.
Ich musste wirklich lachen, aber nicht über den Gast, sondern einfach darüber, dass manche Menschen eine Weile brauchen, bis sie merken, dass man ihnen wirklich etwas Gutes tun will. Vielleicht erwarten sie das nicht ( mehr )?
12. Mit was würden Sie am liebsten einen Hotelgast überraschen?
Wieso „würde“ – das kann ich schon jetzt! Ich bin zwar noch nicht so lang in der Reservierung, aber einige Gäste und deren Wünsche kenne ich bereits jetzt ganz gut. Und die Gäste sind dann schon recht überrascht, wenn ich sie frage: „möchten Sie wieder Ihr Zimmer 114?“ oder „soll ich noch eine Abschlagszeit am Samstag für Sie buchen?“ Sie sind positiv überrascht, dass ich mich an sie erinnere und an ihre besonderen Vorlieben. Schön ist, wenn die Gäste mir das dann auch wiedergeben, wenn sie sich freuen, dass ich sie schon kenne.

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Lindner im Gespräch…

Geschrieben von Annette am 10. März 2011
Abgelegt unter: Allgemein, Besondere Wellnesshotels EU, Lifestyle, Lindner im Gespräch...

… dieses Mal haben wir Küchenchef Jürgen Wagenblast aus dem Lindner Parkhotel und Spa in Oberstaufen kurz nach seinem 25. Jubiläum getroffen und er hat unsere 12 Fragen flüssig und mit einem Lächeln auf den Lippen beantwortet! Danke und Gratulation!


1. Was für einen Berufswunsch hatten Sie als Kind?
Hochseefischer
2. Wie entwickelte bzw. veränderte sich der Berufswunsch im Laufe der Jahre?
Während meiner Schulzeit erkannte ich, dass mir kreatives Arbeiten immer mehr Spaß machte. Der Kochberuf bot mir die Möglichkeit Kreativität, handwerkliches Geschick und eigenverantwortliches Arbeiten zu kombinieren.
Außerdem kann man sich in der Gastronomie sicher sein, dass jeder Arbeitstag eine neue Herausforderung bereit hält und so keine Gefahr der Langeweile oder Monotonie aufkommt.
3. Und wie haben Sie Ihren Berufswunsch realisiert?
Nach meinem Schulabschluss habe ich die Ausbildung zum Koch in der „Post-Krone“ im Hohenlohischen absolviert und mich stetig in Sterne-Restaurants weitergebildet. Bereits 1983 habe ich meinen Küchenmeister gemacht.
4. Wie kamen Sie zu Ihrem heutigen Arbeitsplatz?
1985 habe ich während eines Urlaubs in Oberstaufen die Bautafel „Hier entsteht ein 5-Sterne Luxus-Hotel“ im Kurpark gelesen und mich sofort in Düsseldorf beworben. In diesem Jahr feiern das Hotel und ich unser 25jähriges Jubiläum.
5. Was lieben Sie besonders an Ihrer aktuellen Arbeit?
Die sich täglich ändernden Herausforderungen zu meistern, sowie kreativ und eigenverantwortlich zu arbeiten.
6. Haben Sie ein Vorbild - allgemein und/oder beruflich?
Dieter Müller den bekannten Sterne Koch und Eberhard Müller unseren Hoteldirektor, mit dem ich gerne mal an der erfrischenden Allgäuer Luft entspanne!

7. Geben Sie uns einen kleinen Einblick in Ihre Tätigkeit?
Meine täglichen Aufgaben bestehen aus Personalplanung, Einkauf und Kontrolle der Lebensmittel, Erstellung der Menus und der Speisekarten und natürlich auch der Qualitätskontrolle der ausgehenden Speisen. Während des Abendservice natürlich auch das aktive Kochen auf dem Saucier-Posten.
8. Welche lustige Anekdote aus Ihrem Berufs-Alltag können Sie uns erzählen?
Bei der Bundeswehr war ich Feuerwerker; daher brenne ich jedes Jahr das Silvesterfeuerwerk ab. Vor ca. 15 Jahren ist leider eine Rakete vom Kurs abgekommen und hat einen Pelzmantel beschädigt. Die Situation bringt mich und die beteiligten Kollegen immer noch zum Schmunzeln, selbstverständlich ist der Schaden von uns reguliert worden.
9. Welches ist Ihr persönlicher Lieblingsplatz im Hotel? Haben Sie ein Foto?
Der Saucier-Posten; er ist die “Zentrale” unserer Küche, man(n) ist immer mitten im Geschehen und hat immer alles im Blick. Leider gibt es kein Foto von mir am Saucier-Posten.
10. Über was können Sie sich in Ihrem Berufsalltag so richtig ärgern?
Über schlechte Qualität und das fehlende Basiswissen vieler Köche kann ich mich immer ärgern.

11. Und über was haben Sie sich in letzter Zeit „totgelacht“?
Unser Fotoshooting mit den Abteilungsleitern für unsere Geburtstagskarte.
12. Mit was würden Sie am liebsten einen Hotelgast überraschen?
Mit einem von mir komplett selber kreierten und gekochten Menu. Frische regionale Zutaten, die ich zuvor selber gesammelt (z.B. Pilze) oder frisch gefangen habe (z.B. Bachforelle aus der Konstanzer Ach).

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Wellness und Küchen

Geschrieben von Annette am 17. September 2010
Abgelegt unter: Allgemein, Gast-Blogger, Lifestyle, Trends

Es ist gar nicht so einfach jemanden aus einem Küchen-Team zum Gastbloggen zu bewegen. Trotzdem haben wir es immer wieder bei unseren Partnernhotels angesprochen.
Im Lindner Parkhotel & Spa Oberstaufen haben wir jetzt einen modernen Küchenchef gefunden, der einem aus seinem Team die Möglichkeit gegeben hat einen Blog-Beitrag zum Thema “Wellness und Küchen” zu schreiben. “Remy” - so heißt unser Gastblogger - konnte auch ein passendes Menü zusammenstellen, Fotos machen und das Endprodukt professionell fotografieren lassen. Alles war für ihn spannend und brauchte seine Zeit. Wir freuen uns, Heute das Ergebnis von Remys Arbeit zu veröffentlichen. Die 3 Rezepte seines Menüs haben wir in die Wellnessfinder-Rezept-Datenbank eingestellt, so dass sie jederzeit für Sie abrufbar sind. Hier “Remys” Blog-Beitrag, lassen Sie sich einfach überraschen:

Wellness und Küche.

„Etwas Warmes braucht der Mensch“ sagt ja schon der Volksmund. „Iss was Bub damit du was wirst“, sagt uns die Omi. Essen gehört sicherlich zu den schönen Seiten des Lebens und sollte grade einen Wellnessurlaub gekonnt abrunden. Ein Verwöhntag mit Wellness, Entspannung für Geist, Seele und Körper findet seinen Ausklang bei einem gesunden Abendessen in wohligem Ambiente.

Dieses Ziel jeden Tag aufs Neue zu erreichen und auch jeden Tag stets etwas besser zu werden ist das schöne am Kochberuf. Die Herausforderung liegt nicht allein darin ein leckeres und gesundes Gericht zu kreieren, sondern auch darin es ansprechend zu präsentieren. Das es in einer Küche hektisch und meist laut zugeht ist wohl kein Geheimnis. Das Geheimnis liegt darin, dass nichts davon an den Gast dringt. Trotz aller Planung und Vorbereitung geht etwas schief, es ist die Teamleistung die es möglich macht, die kleinen Pannen im Alltag auszugleichen. Ohne ein Miteinander geht es nicht und das ist wohl das Beste an einem Job der viel Hingabe und auch Verzicht erfordert.

Es ist die Liebe zu frischen Zutaten und die Leidenschaft etwas Neues zu kreieren, die einen Ausgleich zum täglichen Küchen-Stress bieten. Das Lob der Gäste ist der schönste Lohn, eine Floskel die leicht dahin gesagt ist. Dennoch ist es immer wieder aufs Neue ein gutes Gefühl zu wissen, dass es uns gelungen ist, unseren Gästen ein besonderes Geschmacks-Erlebnis zu bieten. Wenn sich das Lob dann auch noch in das ein oder andere Feierabendbier ummünzen lässt….

Gerne möchte ich Ihnen noch etwas Wellness an den heimischen Herd bringen. Beginnen sie doch das gemütliche Essen mit Ihrem Partner oder guten Freunden schon in der Küche. Seien sie gemeinsam kreativ und genießen sie die Vorfreude. Wenn die Aufgaben nicht alle streng verteilt sind und nicht jedes Rezept zu 120% befolgt wird, ist das Ergebnis evtl. nicht genau so wie geplant, dafür der Spaß beim der Zubereitung aber um so größer. Sollte doch alles schief gehen, kennen Sie doch bestimmt die Telefon-Nummer vom Italiener um die Ecke ;-)
Ich wünsche Ihnen einen entspannten Abend und einen Guten Appetit!
Herzlichst Ihr “Remy”




Mein Menü Vorschlag:
Vorspeise: Wildkräutersalat mit Himbeervinaigrette
Hauptgericht: Lasagne vom Saibling & Alpsee Zander mit Flusskrebsen
Dessert: Frische Erdbeeren mit Zitronen-Limetten-Creme

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Neue Wellness-Einblicke

Geschrieben von Annette am 30. Januar 2009
Abgelegt unter: Besondere Wellnesshotels EU

Seit fast 30 Jahren schreibe ich nun schon Hotels aus; früher für Kataloge und heute für das Internet. Waren es damals Kurhotels mit klinisch weißen Behandlungsräumen und Therapiebecken, so entstanden im letzen Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts Gesundheitsabteilungen mit Wohlfühlatmosphäre. Aus Kabinen (Liegeplätze durch Vorhänge voneinander getrennt) wurden Räume, angenehme Düfte und leise Musik zogen durch den Bereich.
Aus Schwimmbädern wurden Poollandschaften, aus einer Sauna ein Saunadorf, aus dem Dampfbad ein türkisches Hamam. Langsam, fast schleichend, entstanden Wellnessbereiche, die sich immer ähnlicher sahen und immer öfter erreichte mich das gleiche Bildmaterial von verschiedenen Hotels… wie soll man(n) und frau nun die individuellen Merkmale und Besonderheiten der einzelnen Wellnesshotels erkennen? Das habe ich mich gefragt. Seit einiger Zeit spüre ich neue Bewegung in den Wellness-Welten. Individualität wird wieder GROSS geschrieben. Hier ein paar Bilder als Anschauungsmaterial aus unseren Partnerhotels:

Das “Wellness-Wohnzimmer” - so wurde der Bereich im Reischlhof liebevoll von den Gästen getauft.

Diese Zirbenholz-Sauna in der Wellnessresidenz Alpenrose fand ich interessant - hier gibt es wirklich was zu schaun.

Fast wähnt man sich in Afrika im Lindner Golf & Wellness Resort auf Mallorca.

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