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Wellness für den Gaumen

Geschrieben von Annette am 17. August 2009
Abgelegt unter: Allgemein, Lifestyle, Trends

Den 15. August - Feiertag in Bayern - haben wir genutzt um bei Bilderbuch-Wetter im Kalbshaxen- und Schweinsbraten-mit-Knödel-Land nach Leichtem und Bekömmlichem - nach Wellness für den Magen eben - zu suchen. Gedacht haben wir mal an etwas vegetarisches aber eben feines sowas wie eine Gourmetküche und möglichst gesund und frisch.
Ein Abstecher zum Kloster Andechs brachte die erste Ernüchterung…. Menschenmassen gepaart mit ganz viel typischer Bayerischer Küche. Das war’s nicht was wir suchten - sondern eher eine Klischee-Bestätigung für uns. Aber dann….

Hatten wir nicht über ein neu eröffnetes vegetarisches Restaurant auf Gut Kerschlach in der Nähe von Starnberg – zwischen Starnberger- und Ammersee - gelesen? Dort hin haben wir uns durch die bayrische Traumlandschaft vom Navi leiten lassen. Das modernst ausgebaute Gut arbeitet nach EG-Ökorichtlinien und den noch strengeren Naturland-Richtlinien ist für uns Städter eine Neuentdeckung!

Und das Restaurant Vegetaria ist für uns eine genauso große Überraschung, denn mitten drin im Alpenvorland präsentiert sich “frech” und ganz “ungeniert” ein modernes, minimalistisches Restaurant für Vegetarier-Gourmets und solche die es werden wollen.
Dass ein solches Konzept aufgeht, hat das Ehepaar Nina (34) und Oliver Beisert (35) bereits mit großem Erfolg in ihrem Restaurant in NRW bewiesen. Auf Gut Kerschlach gehen die beiden noch konsequenter ihren Weg: erstklassige Küche auf höchstem Niveau in designorientierter und gemütlicher Atmosphäre. Die Fans der Vegetaria setzen sich aus Menschen mit verschiedensten Ess- und Genuss-gewohnheiten zusammen. So ist ein kleiner Teil auch sonst der vegetarischen Ernährung zugetan. Ca. 90% der Gäste sind jedoch „ganz normale Esser“. Selbst eingefleischte Freunde der Fisch- und Filetküche vermissen bei Oliver Beiserts Kreationen nichts. Im Gegenteil: begeistert wird von diesen - laut dem Ehepaar Beisert - immer wieder zu Protokoll gegeben „dass wirklich nichts gefehlt hat“.
Oliver Beisert richtet seine Kompositionen immer mit dem Blick auf regionale und saisonale Zutaten aus. Nur so kann er seinen Gästen erstklassige Qualität garantieren. Aus diesen Gründen wechselt das sorgfältig abgestimmte 7-Gang-Menü mit den Ernteplänen der Region und in manchen Fällen sogar mit der Witterung.
Aus dem 7-Gang-Menü („Kompositions-Menü“) kann der Gast sich übrigens auch eine „Selektion“ aus vier Gängen zusammenstellen. Alle Zutaten werden frisch und in Handarbeit zubereitet, alle Gerichte und deren Bestandteile sind hausgemacht.
Bei nur 30 Plätzen, die auch nur einmal am Abend vergeben werden, gönnt Oliver Beisert seinen Gästen den Luxus der frischen Zubereitung auf den Punkt. Kein Warmhalten, kein Aufwärmen, keine Mikrowelle, keine Friteuse, kein Convenience. Eine Philosophie, die kostspielig, aufwändig und zeitintensiv ist – nach Oliver Beiserts Überzeugung jedoch der einzige Weg dem Gast ein unvergessliches Geschmackserlebnis zu bereiten.

Dieses Mal hatten wir leider nur Zeit für ein angeregtes Gespräch mit Nina und Oliver bei einem besonderen Blaubeer-Maffin und Cappuccino auf der Terrasse mit Ausblick - Wellness für Seele, Geist und Gaumen. Unser nächster Besuch in der Vegetaria gilt dann natürlich dem monatlich wechselnden „Kompositions-Menü“ - wir werden berichten.

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Elbresidenz für Wellness & mehr

Geschrieben von Annette am 19. November 2008
Abgelegt unter: Besondere Wellnesshotels EU

Leider war das Wetter bescheiden, als wir auf dem Marktplatz in Bad Schandau ankamen. Vor uns, am Ende des langgezogenen Platzes, die Kirche und rechts eine lange Häuserfront, eine Mischung aus renoviertem Alten und zeitgenössischer Architektur. Und das Hotel? Ach ja, ich erinnere mich, es ist aus einer Häusergruppe von 11 Einzelgebäuden hier am Platz entstanden - später erfuhr ich, dass einige Häuser nicht erhalten werden konnten und deshalb diese interessante Mischung aus Alt und Neu geboren wurde. Eine Symbiose, die sich durch das ganze Hotel Ensemble zieht.
Obwohl es draußen “Hunde und Katzen” regnete, drinnen tauchten viele Stehlampen die modern und eigentlich kühl gehaltene Lobby in warmes Licht. Herzlich war auch der Empfang, das Auto wurde für uns in der Tiefgarage geparkt und das Gepäck aufs Zimmer gebracht, während wir durch das 5-Sterne Hotel geführt wurden.
Immer wieder gibt es interessante Durch-, Ein- und Ausblicke. Große Fensterfronten geben den Blick frei auf verschiedene Innenhöfe. Im Gourmet Restaurant “Sendig” regiert mit Kreativität und hoher Kochkunst Küchenchef André Tienelt, im Restaurant “Vital” wird nach den Regeln der gesunden und besonders der ayurvedischen Küche gekocht - wir haben uns verführen lassen und hier à la care vorzüglich ayurvedisch gespeist - ein echter Genuss! Bei diesem Wetter kann uns die Terrasse nicht locken, aber im Sommer ist sie wohl ein echtes Highlight mit Blick auf die Elbe, die ruhig in ihrem Bett dahin fließt (im Gegensatz zum Hochwasser 2002).

Nun geht es nach oben, ins Viva Vital Spa & Medical Spa. Ja, die Zeiten in denen Wellnessabteilungen in den Keller oder das Souterrain gebaut wurden, gehören der Vergangenheit an. Hier im Viva Vital Spa mit Pool, Sauna-Landschaft und Ruhebereich genießt man den Blick über den Ort, die Elbe und in den Wald.
Im Medical Spa unterhalten wir uns ganz leger mit Frau Dr. Seebeck über das, was die (männlichen) Gäste suchen, nämlich die “Auffrischung” der eigenen Energie, die sich im stressigen Alltag immer so schnell verbraucht. Sauerstoff und Bewegung sind dafür z.B. eine “Zauberformel”. Die weiblichen Gäste träumen von der Idealfigur und lassen sich gerne entsprechende Ernährungstipps geben und gezielt behandeln.
Wem beispielsweise die Zeit für einen Ayurveda-Urlaub auf Sri Lanka fehlt, der kann sich einfach in die Hände von Frau Dr. Dihnali begeben, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie bestimmt die Doshas, plant die Anwendungen (mit original “Zutaten”) und gibt die ayurvedische Ernährungsempfehlung, die im Restaurant “Vital” individuell für Sie schmackhaft zubereitet wird.

Zwei Dinge sind mir beim Rundgang aufgefallen. Zum Einen, daß sich fast in allen modernen, minimalistischen Räumen auch etwas Altes oder Antikes fand, z. B. eine alte Holztüre, ein alter Spiegel etc. und zum Anderen, dass Farben eine wichtige Rolle in der Elbresidenz spielen, so steht beispielsweise “grün” für “vital” oder “rot” für “königlich” - und das bis hin zu den Zimmern und Suiten.
Sicher lässt sich bei einem Wellness-Urlaub hier noch so einiges entdecken.

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