Autsch … Wellness nach dem Zahnarztbesuch

Geschrieben von Claudia am 22. Juni 2010
Abgelegt unter: Allgemein, Gesundheit, Oma's Wellness Tipps

Wochenlang habe ich mich mit Zahnschmerzen herumgequält, weil, wer geht schon gerne zum Zahnarzt?! Dann endlich doch ein Termin, “oh, das sieht aber gar nicht gut aus”, eine Zahnfüllung wird verabreicht, zusammen mit einem sorgenvollen Kopfschütteln - “ich hoffe, das geht gut!” Wenn das der Arzt schon sagt … 14 Tage später habe ich beim Abendbrot den halben Zahn im Essen. Also wieder zum Zahnarzt, und wieder dieses sorgenvolle Kopfschütteln. “Also, am Liebsten würde ich Ihnen den ziehen…” In Anbetracht der wochenlangen Beschwerden habe ich dem gerne zugestimmt. Der Zahn wohl auch - er kam problemlos raus.

Nun sitze ich am PC, warte darauf, dass die Wirkung der Spritzen nachlassen, und weiß genau - das wird schmerzhaft! Das war schon in meiner Kindheit so, und inzwischen bin ich ein paar Jährchen älter. Also, wie haben mich Mama und Oma damals verarztet?

Erstes Gebot: Ruhe! Hinlegen, Kopf etwas höher lagern als sonst, keine körperlichen Aktivitäten, Schonkost (nichts Rohes, keine Milch, und natürlich auch keine Genussmittel). Zweites Gebot: Kühlen! Früher mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in ein dickes Handtuch gewickelt wurden, oder eben mit feucht-kalten Umschlägen. Heute gibt es praktische Gel-Packs, die sich - direkt aus dem Gefrierfach - viel angenehmer auflegen lassen. Und gegen die Schmerzen gab es schon damals eine große weiße Pille vom Zahnarzt, plus viel Trost.

Nun, Trost und Pille muss ich mir heute selbst verabreichen. Mundspülen darf ich heute auch noch nicht. Aber morgen. Gegen Entzündungen jeglicher Art im Mundraum helfen Spülungen mit einem Tee aus entzündungshemmenden und abschwellenden Kräutern, wie Kamille und Ringelblume. Fencheltee kann bei krampfartigen Schmerzen helfen. Salbei wirkt darüber hinaus desinfizierend - meine Oma hat ihren Mund, so lange sie lebte, jeden (!) Tag mit Salbei-Tee gespült und damit gegurgelt.

Auch das Still-Liegen werde ich heute praktizieren. In die pralle Sonne darf ich zwar nicht, aber schön in den Schatten mit einem Buch und einer großen Tasse Kräutertee. Als Kind war das eine Strafe, heute ist das - fast schon Wellness… Und irgendwie freue ich mich auch ein bisschen über die ganz offizielle Erlaubnis zum Nichts-Tun.

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1 Kommentar

Annette
22. Juni 2010 um 17:28

Hallo Claudia, ja ja Du hast wirklich die Erlaubnis das gemütliche Nichtstun zu frönen, denn ich glaube alle Leser/innen und Blogger/innen können Dein Zahn-Erlebnis nach vollziehen. Versuche Dich mit Lesen eines spannenden Buches oder mit Deiner Lieblingsmusik ein wenig vom Schmerz ab zu lenken - ich wünsche Dir auf jeden Fall schon mal: GUTE BESSERUNG!


 

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