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Guter Stress – schlechter Stress
Stress ist eine gute Sache – er gibt uns die Extraportion Energie und Konzentration, um anspruchsvolle Aufgaben zu erledigen. Wer mit Freude arbeitet und auch mal Dampf ablassen kann, leidet wenig unter Stress. Regelmäßiger guter Stress, im Fachjargon „Eustress“ genannt, wirkt anregend und stimuliert das Immunsystem. Zum Beispiel beim Sport oder wenn wir eine kniffelige Situation richtig gut gemeistert haben. Das Glücksgefühl hilft uns, zu entspannen und unserem Körper wieder Zeit zur Erholung zu geben. Als Faustregel gilt: je größer der Stress, desto wichtiger ist die anschließende Erholung. Fehlt uns das Erfolgserlebnis, sind wir frustriert und können uns nicht mehr entspannen. Fühlen wir uns unter Druck gesetzt und glauben, unsere Aufgaben nicht bewältigen zu können dann entsteht der krankmachende, schlechte Stress, auch „Distress“ genannt. Unser Körper läuft dann immerzu auf Hochtouren – die Stresshormone Adrenalin und Cortisol kreisen ständig im Blut und können Grund für anhaltenden Bluthochdruck, Kopf- und Rückenschmerzen, Magen- und Darmerkrankungen sein. Auch das Immunsystem arbeitet unter Dauerstress nicht mehr zuverlässig. Deshalb ist es so wichtig, zwischendurch mal abzuschalten und möglichst viel positiven Stress ins Leben einzubauen.
Stress wird nicht vergessen!
Wenn’s mal wieder hektisch wird, gibt’s nur eins: „Augen zu und durch.“ Doch wer sich permanenten Stress zumutet, gefährdet seine Gesundheit auch langfristig. Denn selbst Jahrzehnte später kann der heute erduldete Stress chronische Müdigkeit auslösen. Das fanden schwedische Forscher der Universität von Stockholm heraus. Die Symptome des chronischen Erschöpfungssyndroms sind Mattheit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen sowie Kopf- oder Gelenkschmerzen. Besonders Frauen sind davon betroffen. Um den Spätfolgen vorzubeugen, sollte Stress gar nicht erst zum Dauerzustand werden. Zwar ist er nicht komplett vermeidbar, jedoch lässt sich mit einer gesunden Einstellung aus schlechtem Stress guter Stress machen. Wer lästige Aufgaben als Herausforderungen annimmt, anstatt sie zu verteufeln, ist auf dem besten Weg dazu. Und wer es schafft, Stressphasen bravourös zu meistern, kann sich danach umso besser entspannen.
Die Macht der Gedanken
Grübeleien, ständig wiederkehrende, zermürbende Gedanken sind Gift für das Wohlbefinden. Gedanken haben eine enorme Kraft – denn sie lösen Emotionen aus. Wenn negative Emotionen überhand nehmen, wird es höchste Zeit, die quälenden Gedanken im Kopf anzuhalten, laut und deutlich „STOP!“ zu sagen. Das Gehirn funktioniert wie ein Computer, der gespeicherte Daten in Sekundenschnelle abrufen kann. Tauchen negative Gedanken auf, wird ein Programm in Gang gesetzt, das sofort negative Emotionen nach sich zieht. Schlafstörungen und Kopfschmerzen können die Folge sein. Üben Sie Gelassenheit! Wer sich ständig über Kleinigkeiten ärgert und schnell aus der Ruhe zu bringen ist, wird auf Dauer krank, weil Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol in die Höhe schießen, Blutdruck und Puls steigen. Gelassenheit hingegen hilft, mit den alltäglichen Störfeuern des Lebens klarzukommen. Das fängt damit an, dass man den kleinen Ärgernissen nicht mehr so viel Aufmerksamkeit schenkt und sich lieber auf schöne Dinge konzentriert.
Nachtruhe
Sie kommen einfach nicht zur Ruhe? Selbst nach einem harten Arbeitstag liegen Sie im Bett und sind so unruhig, dass Sie einfach nicht Einschlafen können. Tausend Gedanken gehen Ihnen im Kopf herum. Was jetzt hilft ist Sesamöl. Massieren Sie mit kreisenden Bewegungen leicht erwärmtes Sesamöl in Ihre Fußsohlen ein. Das tut Ihren Füßen und Ihrer Seele gut. Das überschüssige Öl können Sie mit einem Kosmetiktuch abwischen. Jetzt nichts wie ab ins süße Land der Träume.
Schlafen hält gesund
Wer länger schläft, lebt gesünder - so das Ergebnis einer Studie, die Mediziner der englischen Uni Westminster mit Testpersonen durchführten. Als kritische Aufwachzeiten fanden die Wissenschaftler die Stunden heraus, die vor 7.21 Uhr lagen. Wer von den Probanden nach 7.21 Uhr aufwachte, hatte nicht nur niedrigere Cholesterinwerte aufzuweisen. Wie sich in einer anschließenden Versuchsreihe zeigte, hatten die Langschläfer auch weniger Probleme mit Erkältungen und Kopfschmerzen. Außerdem widerlegten sie "Morgenstund hat Gold im Mund", denn die Langschläfer starteten mit erheblich besserer Laune in den Tag.
Schlafstörungen und ihre möglichen Ursachen
Das Schlafbedürfnis ist individuell verschieden. Benötigt jemand viel Schlaf und schläft deshalb länger, so ist er deshalb nicht gesünder als einer, der mit weniger Schlaf auskommt. Viele benötigen jedoch lange Zeit, bis sie einschlafen, wachen nachts oft auf und sind morgens und tagsüber erschöpft. Entsprechend wichtig ist die Suche nach den Ursachen - von Schlaftabletten als symptomatische Therapie ist grundsätzlich abzuraten. Oft liegt die Ursache der Schlaflosigkeit in einer Störung der Hormonproduktion der Schilddrüse: - Müdigkeit, Schwäche und Kälteempfindlichkeit durch eine Schilddrüsenunterfunktion - Hoher Puls, starkes Schwitzen und Hitzeempfindlichkeit durch eine Schilddrüsenüberfunktion Auch ein unausgeglichener Mineralhaushalt oder Belastungen mit Schwermetallen sind häufige Ursachen der Schlafstörungen.
Stress verduftet
Den ganzen Tag hatte man super Stress. Jetzt wartet der wohlverdiente Feierabend, doch man ist immer noch auf 180. Von Ruhe und Müdigkeit keine Spur. Die Hektik des Tages hat einen noch voll im Griff. Die Lösung: Lavendelöl. Allein der Duft beruhigt ungemein. Aber um nicht nur Geist, sondern auch die Muskeln und Nervenstränge zu entspannen, ist eine Lavendelölmassage ideal: Die Muskeln rechts und links neben der Halswirbelsäule werden dabei kreisend massiert. Anschließend Ende des Nackens/Beginn Kopf massieren. Auch die Schulterpartien können in die wohltuende Prozedur miteinbezogen werden. Danach können Sie Ihre freien Stunden wieder richtig genießen.
Einen Gang zurückschalten
Mediziner warnen: wer in ständiger Hetzte und Stress, lebt kürzer.
In unserem High-Speed-Zeitalter lösen ständige Erreichbarkeit und immer höhere Effizienz einen enormen Druck aus. Die Hochgeschwindigkeit, mit der man alles erledigen möchte, hat aber ernorme gesundheitliche und psychische Auswirkungen. Aus ärztlicher Sicht sollte man derartige starke Belastungen vermeiden, zurückschalten, damit Körper und Psyche wieder neue Energie tanken können.
Die Seele baumeln lassen: Pausen sollten in den Tagesablauf genau so fest eingeplant werden, wie wichtige Business-Termine. In dieser Ruhe-Zeit hilft es besonders, wenn man diese Zeit für etwas nutzt, was Freude bereitet. Die Auszeit bekommt Körper, wie Geist gleichermaßen gut.
„Downshifting“ heißt der neue Trend in der heutigen Gesellschaft, was so viel heißt, wie bewusste Verlangsamung. Man verzichtet lieber auf eine angesehene Position im Beruf, um mehr Ruhe ins Leben zu bringen, mehr Zeit für Familie, Freunde und Hobbys zu haben. Lebensgenuss zählt hier mehr als ein voller Terminkalender. Ein Leben, das man bewusst mit mehr Zeit genießen kann ist gesünder und macht glücklicher.
Buchtipps:
- Weniger arbeiten, mehr leben. Strategien für ein konsequentes Downshifting, Hajo Neu, Campus Verlag
- Die Kunst der Selbstausbeutung: Wie wir vor lauter Arbeit unser Leben verpassen, Jakob Schrenk, Dumont Buchverlag
Musikalische Entspannung
Musik hat verschiedene positive Wirkungen, sie entspannt, beruhigt oder regt an. Diese Erkenntnis macht sich inzwischen auch die Medizin zu Nutze.
Entspannungsmusik entsteht dann, wenn sich der Körper mit Rhythmus, Harmonie und Melodie synchronisiert. Instrumente wie Gitarre, Klavier oder auch eine menschliche Stimme wirken besonders angenehm. Ferner beruhigt Musik, wenn ihr Rhythmus dem Tempo des Herzschlags nahe kommt.
Therapeutische Musik wird sogar individuell für den Patienten komponiert und produziert, sie muss sein spezielles Problem und den Eigenrhythmus berücksichtigen. Dieser bestimmt auch den günstigen Zeitpunkt zum Hören der Musik.
Anwendungsgebiete: Mit Entspannungsmusik kann man Stress, Bluthochdruck, Schlafstörungen und Herzrhythmusstörungen lösen. Die Patienten werden in einen entspannten Zustand versetzt, der die Heilung fördert.
Infos: www.musiktherapie.de
Buchtipp: Die Heilkraft der Musik: Einführung in die Musiktherapie, Werner Kraus, C.H. Beck Verlag




